Dermabrasion
Für die Dermabrasion genügt oft eine lokale Betäubung, ein zusätzliches Beruhigungsmittel nimmt dem Patienten Angst und Verspannungen. Viele Behandler wenden heute auch bei Hautabschleifungen die Tumeszenz-Anästhesie an.

Die Dermabrasion kann nur auf gespannter Haut durchgeführt werden: Ein Assistent spannt die zu behandelnden Hautareale, während der Operateur die Handmaschine führt. Alternativ kann man auch auf vorgefrorener Haut arbeiten. Um Infektionen durch abgefräste Hautpartikel zu vermeiden, müssen sich Operateur und Assistent nicht nur mit den üblichen Operationshandschuhen, sondern auch mit Gesichtshelmen schützen. Viele Operateure markieren mit Farbstoff die Hautpartien, die abgefräst werden sollen. Für ein gutes kosmetisches Ergebnis ist es wichtig, die Übergänge zwischen gefräster und normaler Haut weich zu gestalten, sonst wird später deutlich sichtbar, welche Areale behandelt wurden und welche nicht.
Vor allem in der Oberlippen- und Mundregion eignet sich die Dermabrasion sehr gut zur Entfernung der feinen Runzeln. Nach der Abschleifung bildet sich ein Schorf. Dieser Schorf wird mit Bepanthen-Salbe (3 x täglich) behandelt, damit der Schorf nicht hart wird, sondern weich bleibt und nach 8-10 Tagen abfällt. Da die Haut danach noch gerötet ist, sollte sie weiter vorsichtig behandelt werden und kann nach dem 10. Tag mit Make-up abgedeckt werden.
Sonneneinstrahlung bitte für 3 Monate vermeiden. Wenn Sie in die Sonne gehen, dann nur mit Schutzfaktor 20, damit es keine Heilungsstörungen (z.B. Flecken) gibt.
Die Behandlung der Lippe wird in örtlicher Betäubung ambulant ausgeführt. Sigadoxin 2 x 1 Tablette für 5 Tage (Rezept).

Nach der Dermabrasion kann man die Haut mit antibiotischen Salben und Fettgaze bedecken oder aber synthetische Wundfolien verwenden, die auch die Abheilung beschleunigen. Nach etwa 8 bis 10 Tagen fällt der Wundschorf ab. Weil die neue Haut gerötet und sehr empfindlich ist, sollte man 3 bis 6 Monate direkte Sonneneinstrahlung meiden.